Politische standpunkte
Aussenpolitische Öffnung
Wie weltoffen oder innengerichtet soll die Schweiz sein?

Selbstverständlich ist die Öffnung nach aussen unabdingbar. Das bedingt allerdings die Erhaltung innerer Werte: Sitten, Bräuche und Traditionen sollen ebenso bewahrt werden wie die Sprachen und Dialekte unserer verschiedenen Landesregionen.

Wirtschaftliche Liberalisierung
Wie frei soll sich unsere Wirtschaft entwickeln können oder wie eng müssen die staatlichen Einschränkungen sein?

Die meisten Unternehmer und Manager handeln redlich; Abzocker und von der Gier Getriebene sind Ausnahmen. Der Staat hat die Wirtschaft nicht noch mehr zu infiltrieren, denn er konnte sich nie als guter Unternehmer profilieren.

Restriktive Finanzpolitik
Wie stark soll sich der Staat als Dienstleister engagieren oder wie tief müssen die Ausgaben gehalten werden?

Der Staat darf nicht die Rolle eines Dienstleisters einnehmen, da so der Bevölkerung zu viel Geld aus der Tasche gezogen wird. Darum ist der Föderalismus hochzuhalten – jeder Kanton muss seine starke Autonomie behalten. Zentralistische Macht: nein, danke!

Law & Order
Wie viel Polizei und Armee brauchen wir oder auf wie viel können wir verzichten?

Wie ich als langjährige Auslandschweizerin in Erfahrung bringen musste, ist ein Volk ohne gut funktionierende Polizei und Justiz hoffnungslos der Korruption ausgeliefert. Deshalb sind wir auf gut ausgebildete und entsprechend bezahle Polizistinnen und Polizisten angewiesen – auf allen Ebenen. Sichere Gemeinden mit sichtbarer Polizeipräsenz verlangen eine Aufstockung der Polizeicorps – dafür soll investiert werden. Bei Gewalt und kriminellen Handlungen gilt für mich «Null-Toleranz». So sind der zunehmende Vandalismus und das Littering konsequent zu bekämpfen.
Militär: Ich bekenne mich voll und ganz zu unserem Milizsystem, da es im Gegensatz zu einer Berufsarmee in der Bevölkerung geerdet ist.

Umweltschutz
Hat Umweltschutz Priorität oder geht die wirtschaftliche Tragfähigkeit vor?

Umweltschutz und wirtschaftliche Tragfähigkeit können Hand in Hand gehen, wie das Beispiel Solarstrom zeigt. Diese Form alternativer Energie unterstütze ich: Sie generiert Arbeitsplätze, sei es in Forschung, Entwicklung, Produktion oder Installation. Indes: Wie stark wird die Umwelt durch die Entsorgung von Produkten aus der alternativen Energieerzeugung belastet? Ist diese Frage bereits geklärt oder laufen wir Gefahr, dass da bereits ein neues Problem auf uns zukommt?
Gegen widersinnige Einsprachen stemme ich mich vehement. So sind etwa genügend Parkplätze vor grossen Einkaufszentren nur schon aus praktischen Gründen (z.B. Möbeltransport der Kunden) unerlässlich. Auch im Bereich energetische Sanierungen gibt es noch grosses Potenzial. Es darf nicht sein, dass ein Hausbesitzer, der sein Haus im Sinn der Energieeffizienz saniert, nachher mehr Steuern bezahlen muss. Stattdessen müssen hier gezielt Anreize für Steuerentlastungen geschaffen werden

Ausgebauter Sozialstaat
Wie sozial muss die Schweiz sein oder wie grossmaschig darf das Sozialnetz sein?

Die Schweiz hat ein ausgezeichnetes, engmaschiges Sozialnetz. Staatliche Einrichtungen und unzählige private Institutionen sorgen für eines der bestausgestatteten Sozialwesen der Welt - mehr ist nicht nötig!
Wir müssen wegkommen von Hängematteneinrichtungen. «Sprungbrett-Einrichtungen» sind gefordert! Umschulungen müssen angeordnet werden. Jobs müssen zwingend angenommen werden, auch wenn sie vermeintlich unter der eigenen Würde liegen; es darf nicht sein, dass die Arbeitslosigkeit finanziell attraktiver ist als das Erwerbsleben.

Gesellschaftliche Liberalisierung
Wie aufgeschlossen soll die Gesellschaft gegenüber Neuem sein oder wo haben traditionelle Werte zu Recht ihre Gültigkeit?

Die Aargauer und wir Wettinger und Badener sind immer weltoffene und aufgeschlossene Menschen gewesen. Die Gesellschaft ändert sich – wir müssen mitziehen.

Ich möchte mit einem Wilhelm-Busch-Zitat schliessen:
Eins zwei drei, im Sauseschritt läuft die Zeit, wir laufen mit.